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Zbiory Piotra Leżyńskiego

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1. Die Erbauung des Schlosses.

Das Schloß Oliva wurde von dem Abte des benachbarten Zisterzienserklosters Hyazinth Rybinski in den Jahren 1754-56 erbaut. Während die Äbte vormals in dem jetzigen Seitenflügel des Schlosses wohnten, befand sich an seiner Stelle vormals ein kleiner Bau, der vermutlich als Spital gedient hat. Das Schloß wurde im Stile des ausgehenden Rokokos errichtet und gehört zu den schönsten Anlagen dieser Art im Weichsellande. Auch war es mit kostbaren Gemälden und Möbeln ausgestattet, die wahrscheinlich schon bald nach dem Tode des Abtes Joseph im Jahre 1836 entfernt wurden.

In der Trauerrede auf den Abt Rybinski (1782) wurde seiner Verdienste mit folgenden Worten gedacht: "Er bauete einen prächtigen Palast, legete ansehnliche Gebäude an, stellete herrliche Gastmahle für Standespersonen, Einheimische und Ausländer an; empfing Besuche, stattete sie ab, von den Vornehmsten des Reiches. Daß aber an allem diesem, weder der Stolz und Hochmut, weder Ehrbegier, oder ein zerstreueter Geist, noch die Weichlichkeit und Sorge für ein sinnliches süßes Leben, Theil hätte, erwies die ohne Pracht eingerichtete Wohnung, die Er zu Seinem Aufenthalt erwählete, die eingeschränkte Tafel, wann Er sich allein befand, die Einsamkeit, in welcher Er sich hielt, wenn es der Wohlstand zuließ." Einen Besuch bei dem Abte im Jahre 1778 schildert der bekannte Weltreisende Johann Bernouilli: "Der Palast des Abtes ist recht schön, von ganz moderner, doch simpler und edler Bauart und gut meublirt. Von Gemälden bemerkte ich die Porträte des Königs (Friedrichs d. Gr.), des Prinzen Heinrichs und des Prinzen von Preußen, nebst zwey sehr guten Gemälden über zwei Kaminen, das eine in der Manier des Rembrandts, das andere, welches einen Engel darstellt, sollte von Raphael sein, welches ich aber nicht zugeben kann. Es ist viel neuer und nicht sonderlich in seiner Manier; übrigens wo nicht Raphaels, so doch sonst eines großen Meisters Pinsel nicht unwürdig. Durch Suavität und Kolorit zeichnet es sich vorzüglich aus. Nachdem wir uns allenthalben umgesehen hatten, kamen wir wieder zu dem Abte, dem wir schon auch in seinen Zimmern unsere Aufwartung gemacht hatten. Er ließ uns Kaffee und guten ungarischen Wein vorsetzen, und der Fürst-Bischoff, der sich meiner von Berlin her erinnerte, erwies mir die Ehre, sich lange mit mir zu unterhalten." Daniel Chodowiecki, der sich bereits 1773 in Oliva aufgehalten hatte, wußte von dem Schlosse nichts Sonderliches zu berichten; nur bemerkte er: "In den zwei Galerien, die sich an beiden Seiten der Fassade des Gebäudes erstrecken, sind schlechte Camaieux-Gemälde angebracht."

Mit dem Wandel des Geschmacks fand später der zierliche Bau kaum mehr ausreichende Beachtung, obwohl nach dem Tode Rybinskis auch noch die Fürsten Karl (1782 bis 1803) und Joseph (1803-1836) zu Hohenzollern-Hechingen als Äbte in ihm wohnten. So konnte das Schloß Oliva bis in die Gegenwart hinein in unberechtigte Vergessenheit geraten. Erst die Eröffnung des Landesmuseums im Frühjahr 1928 hat es der Besichtigung weitester Kreise zugänglich gemacht.

2. Die Räume des Schlosses.

Der Zugang zum Schlosse erfolgt von der Nordseite, wo sich ein nahezu quadratischer Ehrenhof dem Schloßgebäude vorlagert. Er wird im Osten durch die alte Abtei und im Westen durch die hohe Kirchenmauer begrenzt, die im 18. Jahrhundert eine farbige, ornamentale Bemalung erhielt. Hinter ihr steigt malerisch der hohe Ostchor der Klosterkirche auf, auf dessen Spitze ein goldenes Kreuz weithin leuchtet. Das Feld über dem später eingebrochenen Chorfenster nimmt die in Stuck aufgetragene Darstellung des Wappens der pommerellischen Herzöge ein, die das Kloster am 18. März 1178 begründet und zu ihrer Begräbnisstätte auserwählt hatten. Das Wappen zeigt einen steigenden Greif mit einem Olivenbaum, zu dessen Füßen Stab und Hut des Abtes sich befinden. Unmittelbar vor dem Schloß führt eine kleine Mauerpforte durch einen Gang zum Chorumgang der Kirche.

Die Nordfront des Schlosses weist eine schlicht gehaltene Mauerfläche auf, die nur durch den wenig vorspringenden Mittelrisalit mit seinem feingeschwungenen Giebel gegliedert wird. Er teilt das Gebäude in einen gleich großen Ostflügel und Westflügel, die je ein Erdgeschoß, ein Obergeschoß und ein Dachgeschoß besitzen. Im Erdgeschosse und Obergeschosse jedes Flügels befinden sich je sechs Fenster. Der Mittelbau hat im Erdgeschosse zwei Fenster und das Portal, im Obergeschosse und Dachgeschosse je drei Fenster. Das mit Pfannen gedeckte Walmdach bildet einen wirkungsvollen Gegensatz zu den glatten Mauerflächen, die ursprünglich durch farbigen Anstrich belebt waren.

Viel reicher ist die Südfront des Schloßgebäudes gestaltet. Sein Mittelrisalit springt um mehrere Meter vor. Eine Treppe führt zu dem Gartensaal des Erdgeschosses. Der Nordflügel und der Südflügel enthalten je eine große Halle, die sich ursprünglich zum Garten weithin öffneten. Ein überaus zierliches Gitterwerk schließt sie ab. Die Westhalle wurde im Jahre 1868 mit einer Verglasung versehen, um als Wintergarten Verwendung zu finden; auch sollten die über ihr liegenden Wohnräume gegen Kälte und Feuchtigkeit besser geschützt werden.

Das Portal auf der Nordseite vermittelt den Zugang zum Treppenhaus. Im Westflügel (rechts) befinden sich vier Wohnräume, die ursprünglich als Gastzimmer und für die Bedienung des Abtes bestimmt waren und unmittelbar an die Westhalle anstießen (jetzt Wohnung des Hausmeisters des Landesmuseums). Später wurde ein Teil dieser Räume durch eine Querwand abgetrennt und dadurch ein Verbindungsgang hergestellt, der zwischen diesen Wohnräumen und der Westhalle zu einer Nebentreppe für die Wohnung des Abtes führte. Jetzt befinden sich in diesem Gange die Werkstätten des Landesmuseums. Im Ostflügel des Erdgeschosses lagen mehrere Wirtschaftsräume (jetzt Kleiderablage, Kasse, Aborte und Verwaltungszimmer). Während alle diese Räume keinerlei Schmuck aufweisen, ist der Gartensaal, dessen Eingang gegenüber dem Hauptportal liegt, durch einige Nischen und vier Türen gleichmäßig aufgeteilt und seine Decke mit zierlichen Blütengewinden in Stuck verziert. Während je eine Türe zu der Westhalle und der Osthalle führen, gestattet eine weitere Türe auf der Südseite den Austritt in den Schloßgarten. So dürfte dieser Raum besonders für Gartenfeste verwandt worden sein. Er wurde im Winter 1926/27 von späteren störenden Zutaten befreit und neu ausgemalt.

Den größten Schmuck der Eingangshalle bildet die Große Treppe, die in drei Absätzen zu dem Obergeschosse emporleitet. Sehr schöne, geschnitzte hölzerne Geländer fassen sie auf beiden Seiten ein.

Auf dem zweiten Absatz der Treppe ist an der Ostwand des Treppenhauses zu Beginn des Jahres 1927 ein Kanzelaltar aus dem Danziger Spendhaus aufgestellt worden, dessen Entstehung in die gleiche Zeit wie der Bau des Schlosses zurückgeht. Er mußte wegen Umbaues der Spendhauskapelle von seinem alten Standort entfernt werden und bietet jetzt im Landesmuseum ein vielbeachtetes Beispiel jener Rokoko-Kanzelaltäre, die in den protestantischen Kirchen des Danziger Werders noch mehrfach erhalten sind. Zu beiden Seiten des Altartisches befinden sich die Figuren von Moses und Johannes dem Täufer. Neben der Kanzel sind zwei weibliche Gestalten angebracht, welche die"Hoffnung" und den „Glauben" veranschaulichen, während ein sich küssendes Engelpaar auf die "Liebe", als die dritte der himmlischen Tugenden verweist. Auf dem Kanzeldeckel erheben sich die Gestalten des auferstandenen Christus mit der Erlöserfahne und der Evangelisten Matthaeus mit dem Engel und Johannes mit dem Adler.

Von dem oberen Absatz der Treppe gelangt der Besucher rechts zu der fortlaufenden Reihe der Schauräume und links zu dem Speisesaal. Die Schauräume auf der Nordseite des Schlosses bildeten ursprünglich die Wohnung des Abtes. Durch ein einfaches Vorzimmer, das auch mit dem Musiksaal in Verbindung steht, gelangt der Besucher zu einem großen Empfangssaal. In der reich geschmückten Nische befand sich wahrscheinlich der Sessel des Abtes. Vier Supraporten zeigen Darstellungen aus der biblischen Geschichte: Jesus wandelt auf dem Meere, die Heimkehr des verlorenen Sohnes, die Geschichte des barmherzigen Samariters und das Gleichnis vom Weinberge.

Hinter dem Empfangssaal liegt die kleine Bibliothek des Abtes. Eine schmale Nische füllt ein zierlicher Bücherschrank aus, der von reichem ornamentalen Schmuck (Flöten, Trompeten, Lorbeerkranz, Krone und Buch mit der Aufschrift P. Virgilii Maronis Eneido Liber primus) gekrönt wird. Über den Türen Darstellungen des Gleichnisses vom Sämann und Jesus auf dem Wege nach Emaus.

Zwei kleinere Räume, Teile des früheren zweiten Treppenhauses, die jetzt zu einem größeren Raume vereinigt sind, führen zum Schlafzimmer des Abtes. Es liegt an der Südwestecke des Obergeschosses. Drei Fenster öffnen sich nach dem Schloßpark mit dem Blick auf den anstoßenden Obstgarten des Katholischen Pfarramtes, den Ort Oliva, den Wächterberg und den Winterberg. Die Bettnische ist von hölzernen Paneelen und reichen Ornamenten umrahmt.

Noch reicher ist das anstoßende "Oliva er Zimmer" ausgestattet. Zwei Ecknischen wurden früher von Öfen ausgefüllt. Eine Mittelnische an der Nordwand zeigt zierliche Ornamente. Über der Türe zum Schlafzimmer befindet sich eine auf Holz gemalte Ansicht der Klosterkirche und der Jakobskirche vom Karlsberge aus, über der Nordtüre eine Ansicht des Ortes Oliva mit der Rosengasse im Vordergrunde. In der linken Ecke sind der Karlsberg und der Karlshof, in der rechten Ecke das Schloß sichtbar. Über der Türe zum Musiksaal ist ein Gemälde des Rheinfalls bei Schaffhausen angebracht, mit dem die beiden Hohenzollern-Äbte, auf die diese Bilder zurückzuführen sind, durch Jugenderinnerungen verbunden waren.

Der köstlichste Raum des Schlosses ist der Musiksaal, der bis in das Dachgeschoß hinaufreicht. Er wurde im Winter 1926/27 in seinem ursprünglichen Zustande wiederhergestellt. Ein Holzpaneel läuft um den Saal herum. In mittlerer Höhe teilt ein durchlaufendes, feingegliedertes Gesims die Wandflächen in zwei verschieden hohe Abschnitte. Außerdem wird den Wandflächen durch vier Nischen eine größere Beweglichkeit verliehen. Sehr reiche, vielgestaltige Stukkaturen in graublauer Tönung heben sich wirksam von dem Anstrich der Wände ab, die rosa, grün und gelb getönt sind. Die Verzierungen stellen die zwölf Sternbilder (im oberen Abschnitt) und Musikinstrumente dar. Auch Blumengewinde und Fruchtgehänge ranken sich um die Nischen. Über dem Kamin an der Nordseite öffnen sich drei Fenster zu der Musikerloge, die lange Zeit zugemauert war. Rosetten an der Decke und an den Wänden zeigen die Stelle früherer Kronund Armleuchter an. Auf der Südseite führt eine hohe Glastüre zu einem kleinen Balkon mit schmiedeeisernem Gitter.

Gleich reichen Schmuck wie der Musiksaal weist der Speisesaal auf."Er hat die stattliche Länge von nahezu 15 m bei einer Breite von 8 m, so daß eine große Zahl von Gästen zum Festmahl an der langen Tafel Platz finden konnte. Den fünf Fenstern entsprechend, die den Saal erhellen, ist die gegenüberliegende Längswand derart aufgeteilt, daß in der herausgezogenen Mitte eine tiefe Nische für einen noch jetzt dort stehenden prachtvollen Kachelofen geschaffen werden konnte, und zu beiden Seiten sich je zwei flachere Wandausnischungen ergaben. Die den Querwänden zunächstliegenden wurden von Türen durchbrochen, die sich in gleicher Zahl und Ausbildung an diesen Schmalseiten wiederholen. In der östlichen befindet sich die Büfettnische mit verglastem Geschirrschrank, so daß die hier untergebrachten Prunkstücke der Tafel als Raumschmuck in die Erscheinung treten konnten. Vor der Nische steht noch der alte Anrichtetisch. Die Mitte der gegenüberliegenden Wand wird durch einen reich umrahmten Kamin betont, über dem einst ein Gemälde oder Spiegel angebracht war. Von der sonstigen Raumausstattung ist ebenso wie im Mittelsaal nichts mehr vorhanden, wie denn überhaupt kein bewegliches Möbelstück mehr aus alter Zeit im Schlosse zu finden ist. Die Aufmerksamkeit des Beschauers muß sich daher ausschließlich der in diesem Saale besonders gelungenen Wandund Deckenausbildung zuwenden. Auch hier entwickelt sich wie im Nebenraum über einem niedrigen Holzpaneel auf den Wandstücken und den dazwischen liegenden Nischen ein in reiches Ornamentwerk ausklingendes Rahmensystem, dessen graziös geschwungene Linienführung die über die Fläche verstreuten Kompositionen aus Ranken, Laubgewinden, Gehängen und auf die Raumbestimmung bezüglichen Emblemen umgrenzt. Das Feingefühl und die reiche Phantasie des Schöpfers dieser Arbeiten, ebenso wie ihre vollendete Ausführung müssen unsere höchste Bewunderung erregen. Abends wurde der Saal von zwei Kronleuchtern, deren Befestigungsstellen wieder durch reiche Stuckrosetten betont sind, und durch eine Reihe von Wandarmen erhellt, die ebenfalls ornamental umrahmt waren." (Carsten).

An den Speisesaal schließen sich zwei kleine, einfach gehaltene Zimmer an, die jetzt als Verwaltungsund Sammlungsräume des Landesmuseums dienen.

Von dem Speisesaal führt der Rundgang über die Haupttreppe zum Erdgeschoß zurück.

3. Die Geschichte des Schlosses von 1836-1926.

Nach dem Tode des Abtes Joseph (1836), der zugleich Fürstbischof von Ermland war, wurde das Schloß durch Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. vom 5. Dezember 1837"als ein Königliches Schloß in Allerhöchstseinen Besitz genommen und der Oberaufsicht des Ministers des Königlichen Hauses übergeben". Gleichzeitig wurde von der Prinzessin Marie zu Hohenzollern-Hechingen, der Erbin Josephs, der Karlsberg, der seit 1798 Privateigentum der Äbte Karl und Joseph gewesen war, durch Kaufvertrag vom 10. Dezember 1838 für den "jedesmaligen König von Preußen" erworben. Da das Schloß sich in schlechtem Zustande befand, wurde von seiner Bestimmung zum Aufenthalt fürstlicher Personen abgesehen. Erst als die Reise Friedrich Wilhelms IV. nach Danzig bevorstand, wurden im Jahre 1845 mehrere Möbel angeschafft. Doch hat die Königliche Familie im Schloß nicht Wohnung genommen.

Dagegen durften seit 1853 der Oberpräsident Eichmann, der Großbritannische Generalkonsul in Danzig Plaw (1854 bis 1863), der Generalmajor v. Brauchitsch, Generalleutnant Doering und mehrere andere höhere Militärpersonen und Verwaltungsbeamte während der Sommermonate einige Räume bewohnen. Auch wurden im Sommer 1860 der Stadtgemeinde Danzig Schloß und Garten zum Empfang der deutschen Eisenbahndirektionen und 1863 zur Tagung der deutschen Land und Forstwirte zur Verfügung gestellt. Als im Jahre 1864 der Generalkonsul Plaw auf den Aufenthalt in Oliva verzichtete, wurden die Wohnräume der Prinzessin Marie überwiesen, für die sich bereits 1862 der damalige Minister für Landwirtschaft v. Selchow beim Hofe verwandt hatte. Im Jahre 1867 wurde ihr anheimgestellt, das Schloß als Dauerwohnung zu beziehen. Doch wies sie bei allem Dank für diese unerwartete Vergünstigung zunächst darauf hin, daß die mangelhafte Beheizung und die starke Kälte, die vornehmlich durch die beiden offenen Hallen hervorgerufen wurde, den winterlichen Aufenthalt erschweren würden. Es wurden deshalb mehrere neue Öfen aufgestellt, Doppelfenster angebracht und die Westhalle geschlossen, um gleichzeitig als Orangerie Verwendung zu finden. In diesem Zustande hat die Prinzessin Marie das Schloß bis zu ihrem Tode am 12. Mai 1888 bewohnt.

In der Folgezeit wurden gelegentliche Pläne, das Schloß als Heim für kranke Kinder oder für Witwen und Waisen zu verwerten, von der Krone abschlägig beschieden, da es der königlichen Verfügung ständig bereitgehalten werden sollte. Trotzdem lehnte es auch der Kronprinz, als er 1911 nach Danzig verzog, ab, in dem baufälligen und für moderne Verhältnisse recht unbequemen Gebäude zu wohnen. Nur die 250-Jahr-Feier des Friedens von Oliva am 3. Mai 1910 und ein Gartenfest, das die Kronprinzessin am 19. Juli 1913 veranstaltete, haben das Schloß damals für kurze Zeit zu neuem Leben erweckt. Weit bedenklicher war der Plan, im Jahre 1915 in ihm ein Lazarett für lungenkranke Soldaten anzulegen, eine Absicht, deren Ausführung jedoch an den hohen, für den Umbau aufzuwendenden Kosten gescheitert ist.

So hatte das Gebäude seit 1888 keine dauernde Verwendung oder Unterhaltung erfahren. Nach Beendigung des Weltkrieges ging es in den Besitz der Freien Stadt Danzig über und wurde zunächst im August 1919 an die Gemeinde Oliva verpachtet. Die letzten noch im Schloß befindlichen Möbelstücke aus der Zeit der Prinzessin wurden zu gleicher Zeit versteigert. Die Gemeinde Oliva brachte mehrere Verwaltungsstellen und Schulklassen, seit 1923 auch einige Familien in ihm unter. Erst die Eingemeindung Olivas in die Stadt Danzig im Jahre 1926 gab dem Senat der Freien Stadt Danzig die Verfügung über das Schloß zurück und ermöglichte die Erfüllung jener Wünsche, die bereits in den Jahren zuvor, besonders in den Kreisen des Deutschen Heimatbundes rege geworden waren und die Errichtung eines Historischen Museums im Schloßgebäude erstrebten. Im Winter 1926/27 wurden die Festräume unter Leitung des Museumsdirektors Dr. Mannowsky vom Stadtmuseum Danzig und des Regierungs und Baurats Richard vom Staatlichen Hochbauamt Danzig instandgesetzt und in den ursprünglichen Farben ausgemalt. Am 1. Mai 1927 wurde das Staatliche Landesmuseum für Danziger Geschichte im Schloß Oliva in eigene Verwaltung genommen.

4. Die Aufgaben des Landesmuseums.

Das Staatliche Landesmuseum für Danziger Geschichte soll die älteren Danziger Museen, das Stadtmuseum und das Staatliche Museum für Naturkunde und Vorgeschichte nach der landesgeschichtlichen Seite hin ergänzen. Im Sinne der geschichtlichen Heimatforschung und Heimatpflege hat es drei Aufgabengebiete zugewiesen erhalten. Es ist zunächst eine Anstalt der Denkmalpflege, indem es die "sachlichen" Quellen der Danziger Landesgeschichte ermittelt, erhält, sammelt und verzeichnet. Dabei besteht nicht die Absicht, ehrwürdige Erinnerungsstücke wahllos von ihrem Standort zu entfernen und im Museum aufzuspeichern, vielmehr sollen sie nach Möglichkeit dort erhalten werden, wo sie entstanden sind, damit sie weiter dazu beitragen, geschichtliche Erinnerungen zu beleben. Nur werden alle Gegenstände, die zur Kenntnis des Museums gelangen, wissenschaftlich verzeichnet und möglichst auch im Bilde festgehalten. Auch durch Ankauf und Schenkung sind bereits zahlreiche Danziger Altertümer in den Besitz des Landesmuseums gelangt, wo sie den Besucher zur Beachtung dieser geschichtlichen Zeugnisse anregen. Die "Fachgruppe für Heimatgeschichte", der jedes Mitglied des Deutschen Heimatbundes Danzig kostenlos beitreten kann (Anmeldung im Landesmuseum), leistet bei der Ermittlung gefährdeter Kulturgüter treffliche Dienste.

An die von dem Landesmuseum geübte Denkmalpflege fügt sich seine wissenschaftliche Arbeit als die einer staatlichen Forschungsanstalt auf dem Gebiete der ostdeutschen Landesgeschichte an. In Verbindung mit der Architekturabteilung der Technischen Hochschule werden umfangreiche archivalische und bauliche Untersuchungen zur Geschichte der Danziger Baukunst durchgeführt. Auch sind die ersten planmäßigen Arbeiten zur Geschichte des Danziger Münzwesens in Angriff genommen. Besondere Aufmerksamkeit wird ferner der Untersuchung des bürgerlichen und bäuerlichen Lebens gewidmet sein, da die Volkskunde des Weichsellandes bisher nur spärlich bearbeitet worden ist.

Damit die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeiten nicht in der Studierstube verborgen bleiben, werden in den Schauräumen des Landesmuseums wechselnde Ausstellungen über einzelne Abschnitte und Kulturgebiete der Danziger Geschichte veranstaltet. So haben bereits Ausstellungen über "Die Danziger Dichter des 17. und 18. Jahrhunderts"",Die Geschichte des Klosters und Ortes Oliva“ und „Die Entwicklung der protestantischen Kirche Danzigs" stattgefunden.

Alle diese Arbeiten werden aber erst dann von vollem Erfolge gekrönt werden, wenn die Danziger Bevölkerung auch weiterhin an ihnen tätigen Anteil nimmt. Ein jeder ist zur Mitarbeit berufen, um der ruhmvollen Vergangenheit Danzigs ein weithin leuchtendes Denkmal zu setzen. Gibt es doch fast noch in jeder Familie Gegenstände, wie Bilder, Ansichten, Photographien, Möbelstücke, Münzen, Handwerksgeräte, Webstühle, Spinnräder, Musikinstrumente und so vieles andere, das dazu helfen könnte, das alte Danzig vor unserem Geiste wieder erstehen zu lassen. Das Landesmuseum ist für jede, auch die geringste Gabe und jeden Hinweis dankbar. Als Leihgabe oder als Geschenk wird es jedes Stück aus altem Familienbesitz sorgsam betreuen; soll doch die neue Anstalt gewissermaßen die"Gute Stube" werden, in der die Bevölkerung Danzigs ihre Erinnerungen zu gemeinschaftlicher Freude und Belehrung aufstellt. Erst wenn in dieser Weise das Landesmuseum von dem Verständnis und der geistigen Anteilnahme aller Bevölkerungskreise getragen wird, vermag es seine Aufgabe voll und ganz zu erfüllen. Aus der Heimat erwachsen, wird es für Einheimische und Fremde, für alt und jung auf alle Zeit zum Spiegelbilde Danzigs werden.



1. Budowa zamku.

Zamek Oliwski został zbudowany przez opata sąsiedniego klasztoru cysterskiego, Jacka Rybińskiego, w latach 1754-1756. Opaci mieszkali dawniej w obecnym skrzydle bocznym zamku, ale na jego miejscu stał niewielki budynek, prawdopodobnie szpital. Zamek został wzniesiony w stylu późnego rokoka i jest jedną z najpiękniejszych budowli tego typu w regionie nadwiślańskim. Został również wyposażony w cenne obrazy i meble, które prawdopodobnie zostały usunięte wkrótce po śmierci opata Józefa w 1836 roku.

W mowie pogrzebowej opata Rybińskiego (1782) jego zasługi upamiętniono następującymi słowami: „Zbudował wspaniały pałac, wzniósł imponujące budowle, urządzał wystawne bankiety dla osób wysokiej rangi, miejscowych i cudzoziemców; przyjmował i składał wizyty najwybitniejszym osobistościom cesarstwa. Ale że ani duma i arogancja, ani ambicja, ani roztargnienie, ani łagodność i troska o zmysłowe, słodkie życie nie miały w tym żadnego udziału, świadczył o tym surowo umeblowany apartament, jaki wybierał na miejsce zamieszkania, skromny stół, gdy był sam, i samotność, w której się zatrzymywał, gdy dobrobyt na to pozwalał”. Znany podróżnik Johann Bernouilli opisuje wizytę u opata w 1778 roku: „Pałac opata jest niezwykle piękny, o bardzo nowoczesnym, a zarazem prostym i szlachetnym wystroju, dobrze umeblowany. Wśród obrazów zauważyłem portrety króla (Fryderyka Wielkiego), księcia Henryka i księcia pruskiego, a także dwa bardzo dobre obrazy nad dwoma kominkami, jeden w stylu Rembrandta, a drugi, przedstawiający anioła, miał być dziełem Rafaela, czego jednak nie mogę potwierdzić. Jest on znacznie nowszy i nie jest niczym niezwykłym w swoim stylu; nawiasem mówiąc, jeśli nie Rafaela, to przynajmniej nie jest niegodny pędzla wielkiego mistrza. Wyróżnia się gładkością i kolorem. Po obejrzeniu wszystkiego wróciliśmy do opata, któremu już złożyliśmy hołd w jego komnatach. Podał nam kawę i dobre węgierskie wino, a książę-biskup, który pamiętał mnie z Berlina, zaszczycił mnie długą rozmową. Daniel Chodowiecki, który przebywał w Oliwie już w 1773 roku, nie miał nic szczególnego do powiedzenia na temat zamku; zauważył jedynie: „W dwóch galeriach, które ciągną się po obu stronach fasady budynku, znajdują się nędzne malowidła maskujące”.

Zmieniające się gusta sprawiły, że ten delikatny budynek nie cieszył się już tak dużym zainteresowaniem, mimo że po śmierci Rybińskiego książęta Karol (1782–1803) i Józef (1803–1836) z Hohenzollern-Hechingen nadal rezydowali w nim jako opaci. W ten sposób Zamek Oliwski popadł w niesłuszne zapomnienie, które trwa do dziś. Dopiero otwarcie Muzeum Państwowego wiosną 1928 roku udostępniło go szerszej publiczności.

2. Pokoje zamku.

Do zamku wchodzi się od strony północnej, gdzie przed budynkiem zamkowym rozciąga się niemal kwadratowy dziedziniec honorowy. Od wschodu graniczy on ze starym opactwem, a od zachodu z wysokim murem kościelnym, który w XVIII wieku pokryto barwnymi, ornamentalnymi malowidłami. Za nim malowniczo wznosi się wysoki wschodni chór kościoła klasztornego, na którego szczycie daleko i szeroko jaśnieje złoty krzyż. W polu nad oknem chóru, które później zostało zainstalowane, widnieje stiukowy herb książąt pomorskich, którzy 18 marca 1178 roku założyli klasztor i wybrali go na miejsce swojego pochówku. Herb przedstawia wznoszącego się gryfa z drzewem oliwnym, u którego stóp leży laska i kapelusz opata. Bezpośrednio przed zamkiem znajduje się mała brama w murze, prowadząca korytarzem do krużganka kościoła.

Północna fasada pałacu charakteryzuje się gładką powierzchnią ścian, podkreśloną jedynie lekko wysuniętym ryzalitem środkowym z delikatnie zaokrąglonym szczytem. Dzieli on budynek na skrzydło wschodnie i skrzydło zachodnie o jednakowej wielkości, każde z parterem, piętrem i poddaszem. Parter i piętra każdego skrzydła mają po sześć okien. Część centralna ma dwa okna na parterze i w portalu, a piętra i poddasze mają po trzy okna. Czterospadowy dach kryty dachówką tworzy uderzający kontrast z gładkimi ścianami, które pierwotnie ożywiono kolorową farbą.

Południowa fasada pałacu jest znacznie bardziej wystawna. Jej centralny ryzalit wysuwa się na kilka metrów. Schody prowadzą do sali ogrodowej na parterze. Skrzydła północne i południowe mieszczą dużą salę, pierwotnie szeroko otwartą na ogród. Są one otoczone niezwykle delikatną kratownicą. Sala zachodnia została przeszklona w 1868 roku, aby służyć jako ogród zimowy; przestrzenie mieszkalne nad nią również miały być lepiej chronione przed zimnem i wilgocią.

Portal po stronie północnej prowadzi do klatki schodowej. W skrzydle zachodnim (po prawej) znajdują się cztery salony, pierwotnie przeznaczone na pokoje gościnne i usługi opata, przylegające bezpośrednio do sali zachodniej (obecnie apartamentu dozorcy Muzeum Państwowego). Później część tych pomieszczeń została oddzielona poprzeczną ścianą, tworząc korytarz łączący te salony z salą zachodnią, prowadzący do bocznych schodów prowadzących do apartamentu opata. W tym korytarzu mieszczą się obecnie warsztaty Muzeum Państwowego. We wschodnim skrzydle parteru znajdowało się kilka pomieszczeń gospodarczych (obecnie szatnia, kasa, toalety i biura administracyjne). Podczas gdy wszystkie te pomieszczenia są pozbawione dekoracji, sala ogrodowa, do której wejście znajduje się naprzeciwko głównego portalu, jest równo podzielona kilkoma wnękami i czworgiem drzwi, a jej sufit zdobią delikatne girlandy kwiatowe ze stiuku. Podczas gdy jedne drzwi prowadzą do sali zachodniej i wschodniej, kolejne drzwi po stronie południowej zapewniają dostęp do ogrodu pałacowego. Sala ta mogła być wykorzystywana głównie do organizowania przyjęć ogrodowych. Zimą 1926/27 usunięto z niego późniejsze elementy zakłócające spokój i pomalowano na nowo.

Największą ozdobą holu wejściowego są Wielkie Schody, które prowadzą na piętro w trzech etapach. Po obu stronach otaczają je pięknie rzeźbione drewniane balustrady.

Na początku 1927 roku, na wschodniej ścianie klatki schodowej, na drugim podeście schodów, umieszczono ołtarz ambonowy z gdańskiej ambulatorii. Jego początki sięgają okresu budowy pałacu. Musiał on zostać przeniesiony z pierwotnego miejsca z powodu przebudowy kaplicy ambulatoryjnej i obecnie, w Muzeum Państwowym, prezentuje wysoko ceniony przykład rokokowych ołtarzy ambonowych, które zachowały się w licznych kościołach protestanckich w gdańskiej dzielnicy Werder. Po obu stronach stołu ołtarzowego znajdują się postacie Mojżesza i Jana Chrzciciela. Obok ambony znajdują się dwie postacie kobiece symbolizujące „nadzieję” i „wiarę”, a całująca się para aniołów nawiązuje do „miłości” jako trzeciej z cnót niebieskich. Na pokrywie ambony widnieją postacie zmartwychwstałego Chrystusa ze sztandarem Zbawiciela oraz ewangelistów: Mateusza z aniołem i Jana z orłem.

Ze szczytu schodów zwiedzający docierają do ciągłego ciągu sal wystawowych po prawej stronie i jadalni po lewej. Sale wystawowe po północnej stronie zamku pierwotnie stanowiły rezydencję opata. Przez prosty przedsionek, który łączy się również z salą muzyczną, zwiedzający docierają do dużej sali recepcyjnej. Bogato zdobiona wnęka prawdopodobnie mieściła krzesło opata. Cztery nadproża przedstawiają sceny z historii biblijnej: Jezusa idącego po morzu, powrót syna marnotrawnego, historię o dobrym Samarytaninie i przypowieść o winnicy.

Za salą recepcyjną znajduje się niewielka biblioteka opata. Wąską wnękę wypełnia delikatny regał z książkami, zwieńczony bogatymi zdobieniami (flety, trąbki, wieniec laurowy, korona i księga z inskrypcją „P. Virgilii Maronis Eneido Liber primus”). Nad drzwiami znajdują się przedstawienia przypowieści o siewcy i Jezusie w drodze do Emaus.

Dwa mniejsze pomieszczenia, będące fragmentami dawnych drugich schodów, połączone obecnie w większą salę, prowadzą do sypialni opata. Znajduje się ona w południowo-zachodnim narożniku piętra. Trzy okna wychodzą na park zamkowy, oferując widok na sąsiedni sad parafii katolickiej, miasto Oliwa, góry Wächterberg i Winterberg. Nisza przy łóżku jest obramowana drewnianymi panelami i bogatą ornamentyką.

Sąsiadujący „Pokój Oliwski” jest jeszcze bogatszy w umeblowanie. Dwie narożne wnęki zajmowały dawniej piece. Centralna wnęka na północnej ścianie prezentuje delikatną ornamentykę. Nad drzwiami do sypialni znajduje się malowany na drewnie widok na kościół klasztorny i kościół św. Jakuba od strony Karlsbergu, a nad północnymi drzwiami widok na miasto Oliwa z ulicą Rosengasse na pierwszym planie . W lewym rogu widoczne są Karlsberg i Karlshof, a w prawym zamek. Nad drzwiami do pokoju muzycznego znajduje się obraz przedstawiający Wodospady Renu w pobliżu Szafuzy, z którymi dwaj opaci Hohenzollernów, którym przypisuje się te obrazy, mieli związek poprzez wspomnienia z dzieciństwa.

Najbardziej okazałym pomieszczeniem pałacu jest sala muzyczna, sięgająca aż do poddasza. Została przywrócona do pierwotnego stanu zimą 1926/27 roku. Drewniana boazeria obiega salę. W połowie wysokości ciągły, finezyjnie ustrukturyzowany gzyms dzieli ściany na dwie części o różnej wysokości. Cztery wnęki dodatkowo zwiększają elastyczność powierzchni ścian. Bardzo bogata, wielopłaszczyznowa sztukateria w szaro-niebieskim odcieniu skutecznie kontrastuje z różową, zieloną i żółtą farbą na ścianach. Dekoracje przedstawiają dwanaście konstelacji (w górnej części) oraz instrumenty muzyczne. Girlandy kwiatów i owoców oplatają również wnęki. Nad kominkiem od strony północnej znajdują się trzy okna wychodzące na lożę dla muzyków, która przez długi czas była zamurowana. Rozety na suficie i ścianach wskazują na miejsce dawnych żyrandoli i kandelabrów. Od strony południowej wysokie, szklane drzwi prowadzą na mały balkon z kutą, żelazną balustradą.

Jadalnia jest równie bogato zdobiona, co pokój muzyczny. Ma imponującą długość, prawie 15 metrów i szerokość 8 metrów, co pozwala na zajęcie dużej liczby gości przy długim stole podczas bankietu. Zgodnie z pięcioma oknami oświetlającymi salę, przeciwległa długa ściana została podzielona w taki sposób, aby pośrodku stworzyć głęboką wnękę na wspaniały piec kaflowy, który stoi tam do dziś, a po obu stronach powstały dwie płytsze wnęki. Wnęki bliższe ścianom poprzecznym przepruto drzwiczkami, które powtarzają się w tej samej liczbie i wzorze na tych wąskich bokach. We wschodniej wnęce znajduje się wnęka bufetowa z przeszkloną szafką na porcelanę, pozwalającą na wyeksponowanie eksponatów stołu jako dekoracji. Przed wnęką nadal stoi stary kredens. Środek przeciwległej ściany podkreśla bogato obramowany kominek, nad którym niegdyś stał obraz lub lustro. Podobnie jak w centralnej sali, nie zachowały się żadne inne meble, a w pałacu nie znaleziono żadnego ruchomego mebla z wcześniejszego okresu. Uwaga widza powinna zatem skupić się wyłącznie na wyjątkowo udanej aranżacji ścian i sufitu w tej sali. Również tutaj, podobnie jak w sąsiednim pomieszczeniu, system ram, zwieńczony bogatą ornamentyką, rozwija się nad niską drewnianą płyciną na ścianach i wnękach między nimi. Jego wdzięcznie wygięte linie wyznaczają kompozycje wąsów, girland, zasłon i emblematów związanych z przestrzenią, rozrzuconych po powierzchni. Wrażliwość i bogata wyobraźnia twórcy tych dzieł, a także ich perfekcyjne wykonanie, muszą budzić najwyższy podziw. Wieczorem salę oświetlały dwa żyrandole, których punkty mocowania ponownie podkreślały bogate, stiukowe rozety, oraz rząd kinkietów, również bogato oprawionych w ozdobne ramy. (Carsten)

Obok jadalni znajdują się dwa niewielkie, prosto umeblowane pomieszczenia, które obecnie pełnią funkcję pomieszczeń administracyjnych i zbiorów Muzeum Państwowego.

Z jadalni trasa prowadzi z powrotem na parter głównymi schodami.

3. Historia zamku w latach 1836-1926.

Po śmierci opata Józefa (1836), który był również księciem-biskupem Warmii, zamek został przejęty w Jego Najwyższe Własność jako Zamek Królewski na mocy zarządzenia gabinetowego króla Prus Fryderyka Wilhelma III z 5 grudnia 1837 roku i oddany pod nadzór ministra dworu królewskiego. W tym samym czasie księżniczka Maria Hohenzollern-Hechingen, dziedziczka Józefa, nabyła Karlsberg, będący od 1798 roku prywatną własnością opatów Karola i Józefa, dla „obecnego króla Prus” na mocy umowy kupna z 10 grudnia 1838 roku. Ze względu na zły stan zamku, zaniechano jego wykorzystywania jako rezydencji osób królewskich. Dopiero gdy zbliżała się podróż Fryderyka Wilhelma IV do Gdańska, w 1845 roku zakupiono kilka mebli. Rodzina królewska jednak nie zamieszkała w zamku.

Jednakże od 1853 roku prezydent Eichmann, brytyjski konsul generalny w Gdańsku Plaw (1854–1863), generał dywizji von Brauchitsch, generał porucznik Doering i kilku innych wysokich rangą urzędników wojskowych i administracyjnych mogli zajmować niektóre pokoje w miesiącach letnich. Latem 1860 roku pałac i ogrody udostępniono gminie Gdańsk na przyjęcia organizowane przez niemieckie dyrekcje kolejowe, a w 1863 roku na zjazd niemieckich rolników i leśników. Kiedy konsul generalny Plaw zrezygnował z pobytu w Oliwie w 1864 roku, kwatery mieszkalne przekazano księżnej Marii, za którą ówczesny minister rolnictwa von Selchow wstawił się na dworze już w 1862 roku. W 1867 roku pozwolono jej przenieść się do pałacu jako na stałe miejsce zamieszkania. Jednak pomimo wdzięczności za tę niespodziewaną przysługę, najpierw zwróciła uwagę, że niedostateczne ogrzewanie i przenikliwy chłód, spowodowane głównie przez dwie otwarte sale, utrudnią zimowe przebywanie w pałacu. Dlatego zainstalowano kilka nowych pieców, dodano podwójne okna, a zachodnią salę zamknięto, aby służyła jako oranżeria . Księżniczka Maria mieszkała w pałacu w tym stanie aż do swojej śmierci 12 maja 1888 roku.

W kolejnych latach sporadyczne plany wykorzystania pałacu jako domu dla chorych dzieci, wdów i sierot zostały odrzucone przez Koronę, ponieważ miał on pozostać na stałe do dyspozycji rodziny królewskiej. Niemniej jednak, gdy książę koronny przeprowadził się do Gdańska w 1911 roku, również odmówił zamieszkania w podupadłym i, jak na współczesne standardy, dość niewygodnym budynku. Dopiero 250. rocznica traktatu oliwskiego, 3 maja 1910 roku, oraz przyjęcie ogrodowe wydane przez księżną koronną 19 lipca 1913 roku, na krótko ożywiły pałac. Znacznie bardziej wątpliwy był plan utworzenia w 1915 roku szpitala dla żołnierzy z chorobami płuc, którego realizacja zakończyła się fiaskiem z powodu wysokich kosztów remontu.

Budynek nie był użytkowany ani stale utrzymywany od 1888 roku. Po zakończeniu I wojny światowej stał się własnością Wolnego Miasta Gdańska i został początkowo wydzierżawiony gminie Oliwa w sierpniu 1919 roku. Ostatnie meble z czasów księżnej, które jeszcze w pałacu się znajdowały, zostały w tym samym czasie zlicytowane. W gminie Oliwa mieściło się kilka biur administracyjnych i klas szkolnych, a od 1923 roku także kilka rodzin. Dopiero włączenie Oliwy do miasta Gdańska w 1926 roku pozwoliło Senatowi Wolnego Miasta Gdańska odzyskać kontrolę nad pałacem i umożliwić realizację życzeń, które zostały już wyrażone w poprzednich latach, zwłaszcza w kręgach Niemieckiego Związku Ojczyzny, a których celem było utworzenie Muzeum Historycznego w budynku pałacowym. Zimą 1926/27 roku sale bankietowe zostały odnowione pod kierownictwem dyrektora muzeum dr. Mannowskiego z Muzeum Miejskiego w Gdańsku, a Richard, radca rządowy i budowlany Państwowego Urzędu Budowlanego w Gdańsku, odrestaurował budynek i pomalował go na nowo, przywracając mu pierwotne barwy. 1 maja 1927 roku Państwowe Muzeum Historii Gdańska w Zamku Oliwskim przeszło pod własny zarząd.

4. Zadania Muzeum Państwowego.

Państwowe Muzeum Historii Gdańska ma uzupełniać starsze muzea gdańskie – Muzeum Miejskie oraz Państwowe Muzeum Przyrodnicze i Prehistoryczne – w zakresie historii regionu. W trosce o badania historyczne i ochronę dziedzictwa lokalnego, Muzeum powierzono trzy obszary odpowiedzialności. Jest to przede wszystkim instytucja zajmująca się ochroną zabytków, identyfikacją, konserwacją, gromadzeniem i katalogowaniem „faktycznych” źródeł historii regionu Gdańska. Celem nie jest bezmyślne usuwanie cennych pamiątek z ich pierwotnego miejsca i przechowywanie ich w muzeum; raczej powinny być one zachowywane, w miarę możliwości, w miejscu ich pochodzenia, aby mogły nadal przyczyniać się do ożywiania pamięci historycznej. Wszystkie obiekty, które zwrócą uwagę muzeum, są naukowo katalogowane i, w miarę możliwości, dokumentowane fotograficznie. Liczne gdańskie zabytki trafiły również do Muzeum Regionalnego dzięki zakupom i darowiznom, zachęcając zwiedzających do zwrócenia uwagi na te historyczne świadectwa. „Grupa Specjalistyczna ds. Historii Lokalnej”, do której może bezpłatnie dołączyć każdy członek Niemieckiego Związku Ojczyzny w Gdańsku (rejestracja w Muzeum Regionalnym), świadczy doskonałe usługi w zakresie identyfikacji zagrożonych dóbr kultury.

Działalność Muzeum Państwowego jako państwowego instytutu badawczego w dziedzinie historii regionalnej Niemiec Wschodnich uzupełnia jego działania na rzecz ochrony zabytków. We współpracy z Wydziałem Architektury Politechniki prowadzone są szeroko zakrojone badania archiwalne i architektoniczne dotyczące historii architektury Gdańska. Zainicjowano również pierwsze systematyczne badania nad historią mennictwa gdańskiego. Szczególna uwaga zostanie poświęcona badaniom nad życiem obywatelskim i wiejskim, ponieważ folklor regionu nadwiślańskiego nie był dotychczas przedmiotem zainteresowania.

Aby wyniki tej pracy naukowej nie pozostały w ukryciu, w salach wystawowych Muzeum Państwowego prezentowane są cykliczne wystawy poświęcone poszczególnym okresom i obszarom kulturowym historii Gdańska. Odbyły się już wystawy: „Gdańscy poeci XVII i XVIII wieku”, „Dzieje klasztoru i wsi Oliwa” oraz „Rozwój Kościoła Ewangelickiego w Gdańsku”.

Całe to dzieło odniesie pełny sukces tylko wtedy, gdy mieszkańcy Gdańska będą nadal aktywnie w nim uczestniczyć. Wszyscy są wezwani do współtworzenia świetlanego pomnika chwalebnej przeszłości Gdańska. Prawie każda rodzina wciąż posiada przedmioty takie jak obrazy, widoki, fotografie, meble, monety, narzędzia rzemieślnicze, krosna, kołowrotki, instrumenty muzyczne i wiele innych, które mogłyby ożywić w naszych umysłach dawny Gdańsk. Muzeum Państwowe jest wdzięczne za każdą, nawet najmniejszą darowiznę, i za każdy napiwek. Niezależnie od tego, czy zostanie ono wypożyczone, czy przekazane w formie darowizny, z troską zaopiekuje się każdym przedmiotem z dawnych rodzinnych pamiątek. Nowa instytucja ma stać się w pewnym sensie „salonem”, w którym gdańszczanie prezentują swoje wspomnienia dla wspólnej radości i edukacji. Tylko wtedy, gdy Muzeum Państwowe otrzyma w ten sposób wsparcie w postaci zrozumienia i intelektualnego udziału wszystkich grup społecznych, będzie mogło w pełni wypełnić swoją misję. Wyrastając z ojczyzny, na zawsze stanie się odbiciem Gdańska dla mieszkańców i obcokrajowców, dla starszych i młodszych.


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